Was ist Craniosacraltherapie?
Craniosacraltherapie ist eine sanfte, manuelle Behandlungsmethode, die sich auf das Craniosacrale System konzentriert. Dieses System umfasst die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor), die Hirnhäute (Meningen), die Schädelknochen (Cranium) sowie das Kreuzbein (Sacrum) und den gesamten Bindegewebsapparat. Die Therapie wurde in den 1970er-Jahren vom Osteopathen Dr. John E. Upledger weiterentwickelt und basiert auf der Idee, dass der Körper durch feine rhythmische Bewegungen des Liquors selbstregulierende Kräfte besitzt.
Wie wirkt Craniosacraltherapie?
Durch sehr sanfte Berührungen werden Spannungen in den Geweben und Membranen gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Der Therapeut spürt mit den Händen den Craniosakralen Rhythmus (ein feiner Puls, der sich vom Liquor ableitet) und unterstützt so die natürliche Beweglichkeit der Gewebe.
Mögliche Wirkungen:
- Entspannung des Nervensystems: CST kann helfen, Stress abzubauen und das parasympathische Nervensystem zu aktivieren, was zu tiefer Entspannung führt.
- Schmerzlinderung: Besonders bei chronischen Schmerzen (z. B. Kopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Kiefergelenksprobleme).
- Verbesserung der Körperwahrnehmung: Viele Patienten berichten von einem gestärkten Körpergefühl und mehr innerer Balance.
- Unterstützung der Selbstheilung: Durch die Lösung von Blockaden wird die natürliche Regenerationsfähigkeit des Körpers gefördert.
- Hilfe bei emotionalen Belastungen: CST kann auch bei Trauma-Verarbeitung oder emotionalem Stress unterstützend wirken.
Für wen ist Craniosacraltherapie geeignet?
Cranio wird bei Menschen jeden Alters angewendet – von Babys (z. B. nach schwierigen Geburten) bis zu Senioren.
Sie kann helfen bei:
- Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus
- Chronischen Schmerzen (Rücken, Nacken, Kiefer)
- Stress, Schlafstörungen, Erschöpfung
- Verdauungsproblemen, hormonellen Dysbalancen
- Trauma-Folgen, emotionalen Blockaden
- Unterstützung nach Unfällen oder Operationen
- Da die Methode sehr sanft ist, eignet sie sich auch für Menschen, die andere Therapieformen als zu intensiv empfinden.



